1.000.000 Taten für den Klimaschutz

Unsere Forderungen für globalen Klimaschutz

Im Dezember 2009 hat in Kopenhagen die United Nations Climate Change Conference – die COP15 – stattgefunden. Bei dieser Konferenz hätten die Weichen für die Zukunft der internationalen Klimaschutzpolitik gestellt werden sollen. Die Weltpolitik, allen voran die USA und die EU, haben jedoch versagt.

Obwohl es inzwischen international anerkannt ist, dass die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur soweit wie möglich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter liegen muss, wurden in Kopenhagen keine konkreten Reduktionsziele vereinbart. Es wurde lediglich eine Absichtserklärung verabschiedet, das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Dies ist aber ohne konkrete Reduktionsziele und ohne rechtlich bindenden Vertrag unmöglich.

Auch wenn Kopenhagen scheiterte: Der Kampf zur Rettung des Weltklimas geht 2010 weiter. Denn nach dem Versagen der Politik braucht die Welt jetzt umso mehr das Engagement der Menschen.

Die zentralen Punkte, die 2010 endgültig erreicht werden müssen, sind dabei:

1. CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduzieren
Nur wenn der Ausstoß der Treibhausgase wie CO2 rasch und deutlich reduziert wird, kann die globale Erwärmung wirkungsvoll bekämpft werden. Daher ist es wichtig, dass es nicht nur einen langfristigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl gibt, sondern bereits in den kommenden Jahren klare Verbesserungen kommen. Die Industriestaaten müssen bis zum Jahr 2020 mindestens vierzig Prozent ihres CO2-Ausstoßes reduzieren. Da der CO2-Emissionen aber nach wie vor ständig ansteigen (Aktuelle Ausnahme: Wirtschaftskrise), muss auch hier rasch eine Trendumkehr kommen. Spätestens im Jahr 2015 muss der Höhepunkt der Treibhausgas-Emissionen erreicht sein.

2. Schutz des Regenwaldes
Das wirksamste Mittel gegen den Klimawandel ist der Schutz des Regenwaldes. Denn im Regenwald ist eine große Menge an CO2 gespeichert. Wird dieser gerodet, wird dadurch das eingespeicherte CO2 freigesetzt. Die Länder in den großflächig Regenwälder angeholzt werden wie Brasilien oder Indonesien zählen inzwischen zu den schlimmsten Klimawandelverursachern. Daher muss es das oberste Ziel sein, die Abholzung des Regenwaldes in den nächsten fünf Jahren zu stoppen.

3. Finanzierung des Klimaschutzes
Die Industriestaaten wie die EU oder die USA haben den Klimawandel verursacht. Der Beitrag der Entwicklungsländer am Klimawandel ist minimal, dennoch sind sie am stärksten von den Auswirkungen der globalen Erwärmung betroffen. Daher müssen die Industriestaaten die Kosten für den Klimawandel übernehmen und die Entwicklungsländer dabei unterstützen sich an die vom Klimawandel verursachte Veränderungen der Umwelt anzupassen.

4. Nein zu Atomenergie
Breite Teile der Bevölkerungen sprechen sich vehement gegen die Verwendung von Atomenergie aus. Dennoch sind manche Regierungen nicht bereit, davon Abstand zu nehmen. Zu stark ist die Lobby der Energiekonzerne dort. Atomenergie gilt gemeinhin als CO2-neutral und wird von den Energiekonzernen gerne als Alternative im Kampf gegen den Klimawandel angepriesen. Aber in dieser Frage auf Atomenergie zu setzen ist in etwa so klug wie mit dem Rauchen anzufangen, wenn man abnehmen will. Daher wollen wir von der österreichischen Regierung: Österreich spricht sich in internationalen Verhandlungen dagegen aus, dass Atomenergie als klimafreundliche Energieform anerkannt wird
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